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Die Chronik von Eubach

1200-1399

1281

Erstnennung in einer Urkunde des Deutschordens als Ubach. In anderen Urkunden wird der Ort jahrhunderte lang Ybach, auch Ibach, genannt. Erst um 1800 erfolgt einheitlich die offizielle Schreibung „Eubach“, im Volksmund ist aber ebenso „Ibach“ anzutreffen. Der Name bedeutet vermutlich „Eibe am Bach“.

1328

Hermann und Friedrich von Treffurt zu Spangenberg erwerben den Besitz des Hartrad zu Eubach und Schönewald und vergrößern damit ihren Spangenberger Besitz im Gericht Morschen.

1346

Eubach wird an das 1235 gegründete Kloster Haydau verpfändet.

1350

Eubach wird mit dem Kloster Haydau hessischer Landgrafenbesitz im Amt Spangenberg, gerichtlich und verwaltungsmäßig mal zu Neumorschen, mal zu Mörshausen zählend.

1400-1599

um 1400

Acht Eubacher Höfe zahlen Zinsen nach Spangenberg. Im nahen Schönewald gibt es um diese Zeit sechs Höfe.

1425

Das halbe Dorf ist hessisches Lehen der Herren Diede vom Fürstenstein bei Albungen, einem adeligen steuerfreien Gut.

um 1550

Das Dorf umfasst 18 Häuser und gehört zum Gericht Mörshausen (nach den Spangenberger Salbüchern 1540/79).

1564

Die Mühle des Junghen Brauns wird in Betrieb genommen.

1565

Eubacher Knaben gehen in die deutsch-lateinische Schule, die im ehemaligen Kloster Haydau untergebracht ist. Sie war eine der sieben ersten Dorfschulen in Nordhessen.

1585

In Eubach werden zwölf Häuser gezählt.

1600-1799

1618

Eubach gehört zum Gericht Morschen. Die Wüstung Gliemerode (Lumerode, Limmerode) wird von Eubach aus bewirtschaftet. Ein Müller wird nicht mehr erwähnt.

1634

Das Rittergut wird von der Familie von Hundelshausen an den Förster Nicolaus Möller zu Haydau erblich verkauft. Dieser besitzt eine Schafherde von 170 Tieren. Im Kriegsjahr 1637 nehmen ihm die Truppen alle Schafe weg. Möller verkauft später das Gut an das Schloss Haydau, also an den hessischen Landgrafen.

1684

Im Land herrscht große Not. Aus Caßdorf (bei Homberg) kommt ein Mann, der von Beruf Lehrer und Küster ist, und zeigt dem Greben von Eubach, Johannes Braun, einen Bettelbrief des Pfarrers von Berge. Der Pfarrer zu Berge und der Gemeindevorstand zu Caßdorf geben „glaubwürdiges Zeugnis von seinem armseligen Zustand... und bitten, dem 89-jährigen doch Almosen zu geben.“ Er stirbt im Hause des Greben und wird von der Gemeinde Ibach „um Gottes willen christlich zur erden bestattet“.

1722

Dort, wo heute die Kirche steht, wird eine Schule mit Lehrerwohnung und Betsaal errichtet. Das Dorf wird vom Pfarrer von Altmorschen versorgt. Ausdrücklich wird im Steuerbuch 1766 erwähnt, dass sich im Ort keine Kirche befindet. Die Eubacher gingen vermutlich vorher nach Altmorschen zur Kirche, eventuell bis zum Ende ihres Bestehens bis um das Jahr 1525 herum in die Schönewaldskirche.

1735

Eubach erhält eine Glocke. „Anno 1735 goß mich Engelhardt Hansen, als Nicolaus Horn Grebe war“. Das Glöckchen hatte seinen Platz auf einem Dachreiter des 1722 errichteten Schulgebäudes.

1742

In Eubach gibt es 27 Häuser. Die Gemarkung umfasst 269 Acker Land, 177 Äcker Wiesen und Gärten. Das Gut wird um diese Zeit von Klostervogt Johann David Klein bewirtschaftet. Die dazugehörenden weiteren drei Hufen Länder hat er an den Conductor Johannes Winter weiterverpachtet. Weil Klein im Sommer 200 bis 300 Hammel in der Eubacher Gemarkung hüten lässt, kommt es zum Streit mit der Gemeinde, die seit Jahrhunderten das Huterecht auf den bäuerlichen Flächen hat.

um 1750

Erster Kartoffelanbau. Flachsanbau und Leineweberei entwickeln sich zum lebensnotwendigen Zuerwerb, für viele Familien auch zum Haupterwerb. Das Vieh wird im Wald gemästet (Eichen- und Buchenmast). In 29 steuerpflichtigen Häusern - mit Schul- und Hirtenhaus also 31 Gebäuden - wohnen 147 Einwohner, davon „27 Männer, 37 Weiber, 38 Söhne, 34 Töchter, 7 Knechte und 4 Mägde, sind alle Christen“. Zwei Eubacher Landwirte fahren vierspännig, fünf drei-, vier zwei- und zwei einspännig. Gesät wird je Acker etwa 90 Pfund Roggen, geerntet 4 – 5 Zentner. Ähnlich sind die Erträge bei Hafer und Gerste.

1797

In Eubach zählt man 50 Häuser mit 205 Einwohnern, davon 40 Schulkinder.

1800-1899

1804

Der aus Konnefeld kommende Johann George Groh heiratet die Tochter des Gutspächters Engelhardt Horn und übernimmt als Pächter das landgräfliche Erbleihgut.

um 1835

In Eubach verschwinden die letzten Strohdächer.

1838

Der Kreistierarzt Wolf impft gegen die Maul- und Klauenseuche.

1842

Das neue Schulgebäude an der Dorfstraße wird fertiggestellt.

1850

Johannes Riemenschneider ist Branntwein- und Bierwirt im jetzigen Haus Eifert am Ziegenberg 1.

1858

In den 44 Häusern Eubachs leben 60 Familien. Es werden 275 Einwohner gezählt. 37 Kinder besuchen die neue Schule. Es gibt eine Mahlmühle, in der zeitweise auch eine Ziegelei war. Eine Gipsmühle ist noch in Betrieb. Zur Gemarkung gehört auch ein Sandsteinbruch. Drei Dorfbrunnen spenden ausreichend Wasser. Im Gut befindet sich eine Branntweinbrennerei.

1866

An der Stelle, wo das alte Lehrerhaus mit Betsaal stand, wird die heutige Kirche gebaut. Pfarrer Karl Eduard Zülch kommt jeden zweiten Sonntag nach Eubach. Zwischenzeitlich müssen die Eubacher, wie auch schon früher, nach Altmorschen zum Gottesdienst wandern.

1871

In der Dorfmitte wird zum Andenken an den „glorreichen Feldzug gegen Frankreich“ eine Kastanie gepflanzt.

1877

Eubach hat verkoppelt. Neue Feldwege und Gräben sind entstanden. Zersplitterter Grundbesitz ist zusammengelegt, die Gemarkung neu vermessen worden. Erstmals können die neuen Besitzstücke bewirtschaftet werden. Auch der Wald am Steinkopf geht in das Eigentum der Gemeinde über.

1893

Konrad Kothe heiratet Anna Schönewald, zieht mit ihr in das Haus seiner Schwiegereltern und eröffnet dort das Gasthaus „Zur Krone“.

1894

Die nach Pittsburg (USA) ausgewanderten Gebrüder Johannes (* 1826), Christian (* 1827), Heinrich (*1838) und Adam (*1841) Lepper stiften ihrer Heimatgemeinde 600 Mark zur Anschaffung einer Orgel für die Kirche. Sie wird vom Orgelbauer Möller aus Rotenburg an der Fulda gebaut. Bis dahin wurde der Kirchengesang durch ein Harmonium begleitet.

1900-1945

um 1900

Änderung der Straßenführung von Altmorschen nach Spangenberg: Bisher führte die Straße direkt an der Kirche vorbei hoch zum Schmachtenhagen. Für die jetzige Straßenführung mussten Grundstücke verkauft und Häuser abgerissen werden.

1902

Ab 1899 liegen Protokollbücher der Gemeindeversammlungen und -vertretungen vor. Bis 1918 werden in Eubach die kommunalen Angelegenheiten durch Gemeindeversammlungen geregelt. Es gilt das Dreiklassenwahlrecht. Am 26. Mai 1902 wird protokolliert: „Von den 39 Mitgliedern der Gemeindeversammlung waren 9 (mithin mehr als ein Drittel) mit 17 Stimmen erschienen.“ Weißbinder Conrad Aschenbrenner ist Nachtwächter. Ihm wird auch das Amt des Totenbeschauers und des Totengräbers übertragen. Er erhält für ein Kleinkindergrab (bis 6 Jahre) 2 Mark, für ein Grab eines Kindes von 6 bis 14 Jahren 4 Mark und für ein großes Grab 6 Mark. Für das Beschauen eines Verstorbenen bekommt er 75 Pfennig. Am 17. Oktober wird protokolliert: „Der hiesige Gemeindebulle ist unbrauchbar geworden. An seiner Stelle soll ein anderer beschafft werden. Bisher wurde alle drei Jahre mit den Bullen gewechselt.“

1903

Dem Antrag eines Eingeheirateten auf Aufnahme als Ortsbürger wird stattgegeben unter der Bedingung, dass er das übliche Ortsbürgergeld zahlt. Gastwirt Conrad Kothe wird die Abhaltung einer Kirmesfeier genehmigt, jedoch nicht vor dem 13., 14. und 15. November.

1904

Das Gut, inzwischen Eigentum von Georg Carl Groh, wird geteilt. Die 42 Hektar östlich der Straße nach Spangenberg erhält nebst Mühle Heinrich Groh, den westlichen Teil (50 Hektar) erhält dessen Bruder Eduard. Für die 8 Hektar Differenz erhält Heinrich Groh die Mühle auf der Westseite dazu. Dem Antrag einer Witwe auf Unterstützung aus der Gemeindekasse wird stattgegeben, da sie nicht in der Lage ist, „sich ohne eine kleine Beihilfe zu ernähren.“ Sie erhält monatlich 3 Mark.

1905

Die Gemeindeversammlung beschließt, das Grundgehalt des Lehrers auf 1.200 Mark und die Alterszulage auf 130 Mark jährlich zu erhöhen.

1907

Die Gemeindeversammlung beschließt 150 Mark für den Fernsprechanschluss zu zahlen. Für die Verwaltung der Hilfsstelle (später: Öffentliche Fernsprechstelle) wird der Gastwirt Conrad Kothe gewählt.

1907-1914

In Eubach besteht ein Männergesangverein. Als der Krieg ausbricht, müssen alle Männer in den Krieg ziehen. Nur zwei Mitglieder aus dem Gesangverein kehren als Überlebende aus dem Krieg zurück. Er hört auf zu existieren.

1910

Die Biersteuer wird eingeführt. Gastwirt Kothe zahlt 50 Mark. Ebenso hoch ist für ihn die Branntweinsteuer. Außer Gastwirt Kothe zahlen Georg Brehm und die Brüder Eduard und Heinrich Groh Branntweinsteuer. Hebamme war bisher Anna Catharina Claus. Ab 1909 ist es ihre Enkeltochter Anna Kolbe, die später den Altmörscher Emil Sippel heiratet und nach Altmorschen zieht.

1912

Die Firma H. Hardt aus Homberg wird mit dem Bau der Wasserleitung beauftragt. Die veranschlagten Kosten betragen 11.933,70 Mark. Das Wasser wird aus den beiden Brunnen am alten Forsthaus (jetzt Junkerrain 10) und am neuen Schulbrunnen (1919 stillgelegt) entnommen. Im gleichen Jahr brennt das Haus des Maurermeisters Schmidt ab. Der Neubau erhält als erstes Gebäude Eubachs Anschluss an das Kraftwerk der Gipsfabrik des Victor George.

1914-1918

Auch die Gemeinde Eubach muss Darlehen für die Kosten des Krieges aufnehmen. Für die achte Kriegsanleihe sind es 6000 Mark. Die Prospektpfeifen der Kirchenorgel müssen für Kriegszwecke abgegeben werden und werden eingeschmolzen. 52 Männer nehmen am Ersten. Weltkrieg teil. Zehn kehren nicht zurück. In der Familie Kothe fallen drei Söhne. Auch in der Heimat ist die Not groß, besonders im Jahre 1917: Lehrer Otto Möller erfährt, dass beispielsweise einige Familien ein Pferd schlachteten, eine sogar zwei Hunde.

1919

Zum ersten Mal wird in Eubach bei den Kommunalwahlen am 2. März 1919 eine Gemeindevertretung gewählt – bisher wurden die kommunalen Angelegenheiten durch eine Gemeindeversammlung geregelt. Die Namen der ersten Gemeindevertreter:
Heinrich Steinbach
Heinrich Eifert
Martin Schmidt
Wilhelm Franke
Paul Rode
Heinrich Groh
Hermann Deist
Georg Brehm
Otto Möller (Lehrer)
Schöffen sind Wilhelm Nolte und Christian Kolbe.

Als Bürgermeister wird in der Versammlung vom 23. Juni 1919 Martin Schmidt einstimmig gewählt.

„Der Frau des Adam Horn, Anna Horn, geb. Wohlgemuth, wurde die Strickschule übertragen und erhält jährlich 150 Mark.“

1920

Der Erlös aus dem Grubenholzverkauf (7000 Mark) wird an die Holzberechtigten verteilt. Einstimmig beschließt die Gemeindevertretung künftig keine weiteren Beisitzer und Anrechte am Gemeindewald aufzunehmen.

1921

In Eubach wird ein Sportverein gegründet. Er besteht im wesentlichen aus einer Fußballmannschaft.

Zug um Zug werden die Eubacher Haushalte an das neue Stromnetz angeschlossen. Die erforderlichen Kosten werden aus dem Erlös des Grubenholzverkaufes bestritten. Wer keine Berechtigung hat, muss seinen Anteil selbst bezahlen.

1923

Inflationszeit. Für Arbeitslose werden, wenn diese für die Gemeinde arbeiten, 12.000 Mark täglich bezahlt (Beschluss der Gemeindevertretung vom 3. Juli).

1924

Am 29. Juni werden die Kriegergedenktafeln eingeweiht.

1925

Neue Prospektpfeifen für die Orgel werden wieder eingebaut.

1929

Im Kältewinter sinken die Temperaturen bis auf -26°. Noch in der Nacht zum 6. April schneit es bei -12°. Das Heizmaterial wird knapp. Die Wasserleitung ist vom nördlichen und südlichen Ortsausgang her bis Anfang April zugefroren.

1931

Heinrich Steinbach wird zum Bürgermeister gewählt.

Die Hand- und Spanndienste werden neu geregelt. Ein Gespanntag gilt wie vier Handarbeitstage. Ein Arbeitstag wird mit 4 Reichsmark festgesetzt.

1933

Die Gemeindevertretung legt das Programm zur Feier des 1. Mai fest:
„8:30 Versammlung der Gemeinde auf dem Dorfplatz vor der Gastwirtschaft. Daselbst Ansprache von Förster Kaufmann.
9:00 Übertragung des feierlichen Staatsaktes aus dem Berliner Lustgarten.
10:00 Umzug der Gemeinde. Es wird gebeten, dass die Gemeinde sich möglichst geschlossen beteiligt.
19:30 wird die Rede des Herrn Reichskanzlers durch den Rundfunk übertragen und kann im Schulsaal gehört werden. Die Bevölkerung wird gebeten, ihre Häuser mit Fahnen und Maiengrün zu schmücken.“

Am gleichen Tag wird auf dem Dorfplatz vor der Gastwirtschaft „Zur Krone“ der Adolf-Hitler-Stein eingeweiht. Unter dem Stein wird, unterzeichnet von 17 eingeschriebenen NSDAP-Mitgliedern, eine Urkunde hinterlegt. In dieser ist zu lesen:
„Wir lebten in einer Zeit, in welcher sich Deutschland in der schwersten wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Lage befand. Der Volkskanzler Adolf Hitler brachte uns wieder Hoffnung auf eine bessere Zeit. Aus Dankbarkeit wurde ihm von obigen Parteigenossen dieser Gedenkstein gesetzt. Gott schütze unser Deutsches Volk und seinen Führer. Eubach, den 1. Mai 1933“

1934

Aus der Pflichtfeuerwehr wird die Freiwillige Feuerwehr. In der Gründungsversammlung am 17. Februar im Gasthaus Kothe wird Heinrich Brehm zum Wehrführer gewählt. Ihm unterstehen 9 Mann aus der ehemaligen Pflichtfeuerwehr und 27 Freiwillige.

1939-1945

Aus fast jeder Eubacher Familie nehmen Söhne und Väter am Krieg teil.

Die Bronzeglocke der Eubacher Kirche wird vor der Einschmelzung zu Kriegszwecken bewahrt, da diese die einzige Glocke der Kirche ist. Am 30. Juli 1943 wird ein amerikanischer Bomber von deutschen Jägern über Eubach abgeschossen. Zwei der Piloten werden gefangen genommen und nach Melsungen gebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg werden 13 Eubacher als gefallen, vermisst oder verschollen gemeldet.

1946-1999

1946

Christian Kolbe, 1945 nach dem Einrücken der amerikanischen Streitkräfte als Bürgermeister eingesetzt, wird von den Gemeindeverordneten
Justus Nolte
Ferdinand Wagner
Wilhelm Wettlaufer
Johannes Nierenköther
Georg Guthardt
einstimmig wiedergewählt.
Beigeordnete sind Heinrich Claus und Adam Horn.

Rudolf Hardtegen wird als Nachtwächter eingesetzt. Er erhält hierfür 90 Reichsmark monatlich. Anlass für die Einstellung war der Diebstahl eines Schweines, das auch gleich an Ort und Stelle geschlachtet wurde.

Am 23. Mai kommen Vertriebene aus Marienbad am Altmörscher Bahnhof an. Auch in Eubach müssen viele Familien untergebracht werden. Die Einwohnerzahl steigt für eine kurze Zeit um über 50 Prozent auf 321. Schon bald wirken die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge in den Vereinen und den politischen Gremien mit. Hans Sumerauer sitzt ab 1952 im Kreistag.

„Im Weidengarten“ und „Am Steckrain“ wird für die Evakuierten, Flüchtlinge und Vertriebenen Gartenland zur Verfügung gestellt.

1947

Die Gemeinderäte beschließen, „daß jeder Haushalt wöchentlich einen Mann zum Kartoffelkäfersuchen stellen muß.“

1948

Die Verpachtung der Gemeindejagd wird zurückgestellt, „da zur Zeit die Jagdpächter nicht im Besitz von Gewehren sind“.

1949

Vom 15. bis zum 17. Oktober wird zum ersten Mal nach dem Krieg wieder eine Kirmes gefeiert.

Das alte Spritzenhaus „im Hohl“ hinter der Kirche wird zu einer behelfsmäßigen Leichenhalle hergerichtet.

1951

In der Kirche läuten statt bisher einer nun drei neue Glocken. Die alte Glocke wird in Zahlung gegeben und läutet nun von der Friedhofshalle Bad Arolsen aus. Das Ehrenmal vor der Kirche wird im Beisein von Pfarrer Ernst Hanke eingeweiht. Für die Gefallenen der beiden Weltkriege werden Gedenksteine in das Kirchgärtchen gesetzt.

1954

Zur Förderung des Fremdenverkehrs werden vier Ruhebänke angeschafft.

Die Gemeinderäte plädieren einstimmig für eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Ortslage auf 30 km/h. Die Genehmigung erfolgt im Jahre 2001!

Die Kirche erhält einen neuen Innenanstrich durch die Firma Theodor Wohlgemuth, Altmorschen.

1955

Im September ziehen die Eubacher Kinder von der alten Schule in die neue am Dorfrand. Bürgermeister Christian Kolbe übergibt den Schlüssel für das neue Gebäude, das 90.000 DM gekostet hat, an Lehrer Heinz Barthelmes.

1956

Am 30. Mai geht ein schwerer Wolkenbruch oberhalb von Eubach nieder. Unmengen von Wasser richten schwere Schäden im Dorf an.
Noch im gleichen Jahr wird der Bach vom Ortseingang bis zur jetzigen Straße „Am Junkerrain“ ausgebaut.
Die Gemeinde schließt sich dem Fremdenverkehrsverband Kurhessen-Waldeck an.
Die Pension Römer und die Gastwirtschaft Kothe beteiligen sich an den Kosten.

1957

Zur Verbreiterung der Ortsdurchfahrt werden Scheune und Stall des Gastwirts Kothe erworben. Die Gebäude werden später im Zuge des Ausbaus der L 3225 abgebrochen, ebenso das alte Schulgebäude mit der ehemaligen Schulscheune und das Brand’sche Anwesen.

Der Kirchturm wird neu eingedeckt.

1958

Die Kirchenglocken erhalten ein elektrisches Läutwerk sowie eine schlichte Turmuhr.

1961

Landrat Karl Waldmann vereidigt Hans Kolbe zum neuen Bürgermeister. Vor ihm hatte sein Vater Christian das Amt seit 1945 inne.

1963

Mit sechs Stimmen bei einer Gegenstimme beschließen die Gemeindevertreter Wasseruhren einzuführen.

1964

Ein Kinderspielplatz an der Ortsdurchfahrt wird angelegt.

1966

Zum hundertjährigen Bestehen der Kirche wird die Straße „Zum Rottland“ bis zum Friedhof asphaltiert. Neben der Straße wird bis zur Kirche eine Treppe angelegt. Die Familie Lepper aus Amerika stiftet zum hundertjährigen Bestehen der Dorfkirche ein Altarkreuz aus Messing.

1967

Erstmals nimmt die Gemeinde am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil.

1968/1971

Eubach belegt im Wettbewerb „Schöner unser Dorf“ den 2. Platz. In diesen Jahren werden Kanalbaumaßnahmen durchgeführt. Im Jahre 1971 wird die Ortsdurchfahrt ausgebaut.

1969

Die Eubacher Volksschule wird geschlossen. Ab 1. April besuchen alle Kinder die neue Mittelpunktschule in Altmorschen. Zum Erntedankfest am 5. Oktober wird die größtenteils in Selbsthilfe errichtete Friedhofshalle durch Pfarrer Günter Schaub im Rahmen eines Gottesdienstes ihrer Bestimmung übergeben.

Das Dach des Kirchenschiffs wird erneuert.

1971

Auf Grund einstimmiger Beschlüsse beider Gemeindevertretungen schließt sich Eubach mit Wirkung zum 1. Juli der Gemeinde Altmorschen an und verliert damit seine jahrhundertelange Selbständigkeit. Die Arbeiten zur Neuordnung der Wasserversorgung sind in vollem Gange. An der Schönewaldstraße wird oberhalb des alten Hochbehälters ein neuer errichtet. Unterhalb der Straße wird ein Quellsammelschacht gebaut. Die dortige Quelle wird neu gefasst. Anschließend wird eine Wasserleitung zum Friedhof gelegt.

1975

Die Gemeinde verkauft das Schulgebäude am Junkerrain an Lieselotte Viehmann. Künftig sollen sich hier Feriengäste einmieten.

1978

Das in rund 1500 freiwilligen Arbeitsstunden erbaute Feuerwehrgerätehaus wird eingeweiht.

1981

Die 700jährige Erstnennung wird vom 31. Juli bis zum 3. August gefeiert. Am Dorfabend im Festzelt übergibt Waltari Bergmann die wiedergefundenen Fahnen der Eubacher Schule und des Gesangvereins aus dem Jahr 1907 an Ortsvorsteherin Isolde Ringelberg. Den neu gestalteten Dorfplatz unter der Kastanie ziert ein Brunnen, den der im ehemaligen Gutshof wohnende Steinmetz Norbert Eggemann unentgeltlich geschaffen hat.

1984

Im Mühlengrund wird eine Tiefenbohrung niedergebracht. Die dortigen Quellen können den gestiegenen Wasserbedarf nicht mehr decken. Eine Entsäuerungsanlage wird gebaut. Über die Rangengrundbohrung wird eine Verbindung zum Ortsnetz Altmorschen hergestellt.

1985

Das 50-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr wird mit einem Bezirksfeuerwehrtag gefeiert.

1988

Bis zuletzt stand „Tante Erna“ hochbetagt hinter dem Tresen. In diesem Jahr schließt der einzige Lebensmittelladen im Dorf. Seit 1931 wurde er von der Familie Claus betrieben.

1990

In Eubach leben 201 Einwohner. Nach Angaben des Fritzlarer Amtes für Landwirtschaft und Landentwicklung gibt es im Dorf keine landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe mehr. 85 Hektar werden von zehn Nebenerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Die übrigen Flächen haben Altmörscher Bauern gepachtet. Ein Betrieb hält noch vier Milchkühe und in sechs Betrieben werden insgesamt 36 Schweine gehalten.

1994

Die Friedhofshalle wird erweitert und am Totensonntag ihrer Bestimmung übergeben. Die Baukosten betrugen 110.000 DM.

1995

Der Kinderspielplatz wird vom Standort hinter dem Feuerwehrgerätehaus zum Junkerrain verlegt.

1996

Für 53.000 DM ist die Kirchenorgel renoviert worden. Es handelt sich noch immer um die 1894 durch die Familie Lepper gestiftete Orgel. Neben einer Spende des ehemaligen Jagdpächters und einem Zuschuss der Landeskirche wurde die dringend notwendige Reparatur mit den Erlösen aus den Dorffesten der vergangenen Jahre finanziert.

1999

Ende Juni wird ein Scheunenfest gefeiert. Der Reinerlös kommt der Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze für die Feuerwehr zugute.

2000-2005

2000

Das bunte Fenster im Chorraum wird nach einer Spende anlässlich der Diamantenen Hochzeit von Irmgard und Georg Groh saniert und mit einer Schutzverglasung versehen. Seit Ostermontag wird die Kirche abends angestrahlt. Spenden und unentgeltliche Arbeitsstunden der Feuerwehrkameraden haben dies möglich gemacht. Blitzeis an Heiligabend macht vielen Mörschern den traditionellen Gang in die Christmette um 22 Uhr unmöglich. Statt einer sonst mit über 130 und mehr Besuchern überfüllten Kirche trotzt eine Schar von 25 Besuchern dem Wetter und feiert gemeinsam mit der Gruppe Travellin` light einen der kleinsten Heiligabendgottesdienste.

2001

Durch mehrere freiwillige Arbeitseinsätze wird die Nordseite der Kirche abgebaggert und mit Drainagerohren trocken gelegt. Es war an dieser Seite vor allem nach starken Regenfällen immer zu Feuchtigkeitsschäden in der Kirche gekommen. Der an der Nordseite abgebaggerte Hang wird neu bepflanzt.

2002

Die Evangelische Frauenhilfe wird 70 Jahre alt und feiert dies mit einem Festgottesdienst mit Pröpstin Roswitha Alterhoff, Pfarrer Jörn Schlede und als Gast den ehemaligen Pfarrer Günther Schaub. Umrahmt wird der Festgottesdienst von einem Dorffest. Der Reinerlös des Jubiläums ist für die Innenrenovierung der Eubacher Kirche vorgesehen.

Teilnahme am Wettbewerb: „Unser Dorf“.

2003

Unter großer Beteiligung der Eubacher wird der alte Hahn vom Kirchturm geholt. Die Hoffnung, in der unter dem Hahn befindlichen Kugel historische Dokumente zu finden, erfüllt sich nicht: Die Kugel wurde bei der letzten Sanierung 1951 nicht wieder befüllt.

2004

Im Rahmen eines Landschaftspflegetages wird der in den 70er Jahren von Georg Kurzrock angelegte Brunnen in der Schönewaldstraße restauriert. Am 19. Juni wird das 70-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen eines Dorffestes um das Feuerwehrgerätehaus gefeiert.

Am 20. Juni übergibt Architekt Helmut Spitze aus Mörshausen symbolisch den Schlüssel der renovierten und sanierten Kirche an Pfarrer Jörn Schlede. Die Gemeinde zieht unter Orgelmusik in die Kirche ein. In einer feierlichen Zeremonie wird der Altar mit Kreuz, Kerzen, Bibel, Tauf- und Abendmahlsgeschirr wieder eingeweiht. Dekan Rudolf Schulze übergibt die Kirche ihrer Bestimmung.
Während der zweijährigen Bauzeit wurde der Dachstuhl des Kirchturms erneuert und neu eingeschiefert. Ein neuer Wetterhahn kam auf die Spitze. Neue Kirchturmuhren mit aufwendigen Zifferblättern wurden angebracht. Die Glocken können nun per Funk gesteuert werden. Das Kirchenschiff erhielt einen neuen Innenanstrich und eine neue Heizungsanlage. Fäulnisschäden im Gestühl und im Bereich der Empore wurden beseitigt. Die Fenster wurden erneuert und erhalten Lüftungsmöglichkeiten. Durch Spenden aus der Gemeinde wird folgendes in der Kirche erneuert bzw. neu angeschafft: Kupferdachrinne, Innenbeleuchtung, Schränke im Eingangsbereich, Altarbibel, Liedertafel, Kollektenkasten und ein Kokosläufer für den Mittelgang. Der Gesamtumfang der Baumaßnahme (ohne Spenden) beläuft sich auf 140.000 Euro. Im Oktober gehen Jugendliche aus Eubach und Altmorschen mit dem ältesten Einwohner Georg Groh auf Spurensuche nach der Schönewaldskirche. Sie entdecken nur noch Gesteinsreste, die in einem Arbeitseinsatz von Konfirmanden freigelegt werden.

2005

25. Februar: Gründung der Dorfgemeinschaft Eubach.

Am 19. Juni feiern über 100 Mörscher und Gäste bei herrlichem Sommerwetter unter der Beteiligung von Bläsern nahe der ehemaligen Schönewaldskirche einen Waldgottesdienst. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen in Hülle und Fülle.
Wegweiser und ein Schaukasten werden an der Wüstung Schönewaldskirchen aufgestellt, die Wanderer über die Geschichte dieses Ortes informieren. In mehreren freiwilligen Einsätzen wird das Ehrenmal an der Eubacher Kirche neu gestaltet. Die Wiedereinweihung findet am Volkstrauertag nach dem Gottesdienst in einer schlichten und würdigen Zeremonie statt.

Teilnahme am Wettbewerb: „Unser Dorf“.

2006-2010

2006

2007

2008

2009

2010